Biodiversitätsmonitoring Südtirol

Ergebnisbericht I



Der Verlust an Biodiversität hat in den letzten Jahrzehnten weltweit an Dynamik gewonnen, was zu einem erhöhten Bewusstsein für die Notwendigkeit langfristiger Monitoringprogramme geführt hat. Vor diesem Hintergrund wurde 2019 das Biodiversitätsmonitoring Südtirol (BMS) von der Südtiroler Landesregierung ins Leben gerufen. Ziel des BMS ist die systematische und langfristige Erfassung der Biodiversität in Südtirol, um wissenschaftliche Grundlagen für ein besseres Verständnis der Lebensräume zu schaffen und fundierte politische Entscheidungen zu ermöglichen. Dafür werden an 320 terrestrischen Standorten in Perioden von fünf Jahren und 120 aquatischen Standorten in Perioden von vier Jahren in Südtirol Untersuchungen durchgeführt. Besonderes Augenmerk wird auf Tier- und Pflanzengruppen gelegt, die sensibel auf Klima- und Landnutzungsänderungen reagieren. Die Ergebnisse aus den ersten fünf Erhebungsjahren verdeutlichen, dass Südtirol einerseits noch immer eine beeindruckende Artenvielfalt besitzt, diese jedoch durch intensive menschliche Nutzung und den Klimawandel bedroht ist. Um die Biodiversität langfristig zu erhalten, sind gezielte Maßnahmen erforderlich, so etwa der Erhalt von extensiven Grünlandflächen durch eine eingeschränkte Düngung und eine späte Mahd. Daneben ist der Erhalt von Strukturelementen, eine nachhaltige Wassernutzung sowie der Schutz naturnaher Gebiete in Siedlungsräumen von zentraler Bedeutung, um zukünftige Biodiversitätsverluste zu verhindern. (https://bia.unibz.it)
Casa editrice: Bozen : eurac Research, [2025]
Edizione: 103 Seiten : Illustrationen ; 30 cm