„Der Kritiker kann auch eine Kritikerin sein“

Literaturkritikerinnen im deutschsprachigen Raum: Porträts und Perspektiven vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart



Der feministischen Literaturgeschichtsschreibung ist es gelungen, die Marginalisierung von Autorinnen nachzuweisen, vergessene Autorinnen ins kulturelle Gedächtnis zurückzuholen und den androzentrisch ausgerichteten Kanon, wenn nicht zu revidieren, so doch konsequent in Frage zu stellen. Versuche, weibliche Kritikerinnentätigkeit aus dem Dunklen zu holen, blieben bisher spärlich und stark auf Einzelbeispiele beschränkt. Hartnäckig hält sich das Bild von vereinzelten Kritikerinnen, denen es gelungen sei, meist über den Umweg von männlichen Verwandten oder Ehemännern, eine Rezension in einer Zeitschrift unterzubringen. Die Beiträge in diesem Band stellen Literaturkritikerinnen vor, die nicht nur als Einzelbeispiele hochspannend sind, sondern darüber hinaus 250 Jahre weibliche Literaturkritik illustrieren. (https://deposit.dnb.de)
Publisher: Innsbruck : innsbruck university press, 2025
Edition: 1. Auflage, 158 Seiten ; 24 cm
ISBN: 3-99106-171-6